Hamburg - Winterhude
Lage, Einwohner und Infrastruktur
Prunkvolle Villen, Kanäle und viele Grünflächen prägen das Bild von Winterhude. Zudem sind auch restaurierte Fabriken sowie Rotklinkerbauten typisch für den Stadtteil. Winterhude liegt zwischen Alsterdorf und Eppendorf, Barmbek, Uhlenhorst und Alster und ist der fünftgrößte Stadtteil von Hamburg. Er teilt sich in vier Zonen auf, Winterhude Süd, Winterhude Nord, Jarrestadt und City Nord. Auf ungefähr 7,6 qkm leben hier ungefähr 48.500 Menschen. Winterhude zählt zu den exklusiven Wohngegenden, die vor allem in Alsternähe besonders schön sind.
Winterhude wird durch die U-Bahnstationen Sierichstraße, Borgweg, Saarlandstraße, Hudtwalkerstraße und Lattenkamp erschlossen. Eine Besonderheit ist hier der Straßenzug Sierichstraße / Herbert-Weichmann-Straße, der zweimal täglich zu einer Einbahnstraße in unterschiedliche Richtungen wird. Ab 4 Uhr morgens wird der Verkehr stadteinwärts und ab 12 Uhr mittags stadtauswärts geleitet. Neben den guten öffentlichen Verkehrsanbindungen bestehen auch zahlreiche direkte Straßenverbindungen zur City und Umgebung.
Geschichte
Erstmalig urkundlich erwähnt wurde Winterhude im Jahr 1250, im 14. Jahrhundert war es im Besitz des Klosters Harvestehude bis zur Reformation. Während der Reformation und durch die Auflösung des Klosters fiel Winterhude an die Stadt Hamburg. Jahrhundertelang war Winterhude ein kleines Bauerndorf, das erst Mitte des 19. Jahrhunderts erschlossen wurde. Der wirtschaftliche Aufschwung kam mit der Aufhebung der „Hamburger Torsperre“ im Jahr 1861. Bereits 1874 wurde Winterhude zum Vorort Hamburgs erklärt, endgültig eingemeindet wurde der Vorort im Jahr 1894. Erste Industrieansiedlungen gab es 1875 mit der Reismühlenfabrik Nagel & Kaemp, die später Hafenkräne baute. Im Jahr 1982 wurde daraus die Kulturfabrik Kampagnel. Hier finden heute Theaterveranstaltungen und Kunstausstellungen statt, die sich großer Bekanntheit erfreuen.
Natur, Kultur und Freizeit
Die grüne Oase in Winterhude ist der Hamburger Stadtpark, der sich über eine Fläche von 150 ha erstreckt und ein vielfältiges Freizeitangebot in Form von Grillen, Schwimmen, Sport treiben, Musizieren und vielem mehr bietet. Zudem befindet sich an der höchsten Stelle des Stadtparks das Gebäude des Planetariums.
In den Monaten Mai bis September finden jedes Jahr auf der Freilichtbühne im Park Konzerte internationaler und bekannter Künstler statt. Besonders beliebt ist hier der Downtown-Bluesclub im Park. Hier spielen internationale Bluesgrößen aller Stilrichtungen in einer gemütlichen und entspannten Clubatmosphäre. Prominent besetzte Komödien stehen auf dem Programm des charmanten Boulevardtheaters „Winterhuder Fährhaus“. Wer auf der Suche nach einem günstigen Kinoprogramm ist, wird im Magazin Kino fündig.
Anfang der 70iger Jahre wurde das Goldbekhaus erbaut mit dem Ziel, die Freizeitsituation in Winterhude zu verbessern. Seit dieser Zeit wurde das Angebot sowie der Spielraum für Eigenaktivitäten ständig erweitert.
Sehenswürdigkeiten
Neben dem Planetarium befindet sich im Stadtpark auch der 64,5 m hohe Wasserturm, der letzte Wasserturm, der für die öffentliche Wasserversorgung Hamburgs gebaut wurde. Nachdem der Wasserturm im Jahr 1924 außer Betrieb genommen wurde, fungiert er heute nur noch als Aussichtsplattform.
Winterhude lässt sich perfekt über eine Alster-Kanalfahrt besichtigen. Vor einer traumhaften Kulisse kann man sich hier einfach inmitten einer idyllischen Landschaft treiben lassen und die Ausblicke genießen.
Einkaufsmöglichkeiten
Einkaufsmöglichkeiten für den täglichen Bedarf sind in Winterhude zahlreich vorhanden.
Am besten lässt sich in Winterhude am Mühlenkamp shoppen, in der Gertigstraße oder am Winterhuder Markplatz. Zudem findet regelmäßig ein abwechslungsreicher Wochenmarkt am Goldbekufer statt.
Leben in Winterhude
Winterhude ist nicht nur für Geschäftsleute, sondern auch für Familien interessant. Zudem wird der Stadtteil seit einigen Jahren als In-Stadtteil gehandelt und ist besonders beliebt bei Jung und Alt. Winterhude ist ein lebendiges Viertel und besitzt viele Gesichter. Vor allem spiegelt sich die Vielfältigkeit des Stadtteils in den unterschiedlichen Ausprägungen zwischen Außenalster, Stadtpark und City Nord mit luxuriösen Villen auf der einen Seite und roten traditionellen Backsteingebäuden auf der anderen Seite wieder. Hier lässt es sich gut leben und schnell wird man dem norddeutschen Charme erlegen sein.



