Glückstadt
Lage, Ort, Einwohner
Die Stadt Glückstadt, gelegen in der Metropolregion der Hansestadt Hamburg am Nordufer der Elbe, ist dem Kreis Steinburg zugehörig und nach Itzehoe die zweitgrößte Stadt in diesem Kreis und im südlichen Bereich Schleswig-Holsteins. Das Stadtgebiet befindet sich etwa auf Meereshöhe und wurde durch Deichbau aus dem Gebiet der Elbe gewonnen. Da das Stadtgebiet auf Marschland liegt, wurde es einige Zeit vor der Stadtgründung eingedeicht.
Glückstadt grenzt im Westen an die Elbe, wobei die Wasserfläche zum Stadtgebiet gehört, daher grenzt Glückstadt auch an das Land Niedersachsen. Die Stadt, die eine Fläche von ca 23 Quadratkilometern ihr Eigen nennt, besteht aus mehreren Stadtteilen. Neben dem städtischen Kerngebiet sind die Stadtteile Kimming, Nord, Bole, Butendiek, Gewerbegebiet und Tegelgrund. Drei Siedlungen ergänzen die Stadt Glückstadt: Hans-Böckler-Siedlung, Nordmarksiedlung und die Temming-Siedlung.
Ende Dezember 2010 war Glückstadt die Heimatstadt von etwa 11.500 Einwohnern, was einer angenehme Bevölkerungsdichte von 505 Einwohner je Quadratkilometer entspricht.
Geschichte
Gegründet wurde Glückstadt von König Christian IV, der König von Dänemark und Norwegen sowie gleichzeitig Herzog von Schleswig und Holstein war, im Jahre 1617. Ziel war es, ein Gegengewicht zur stets wachsenden Stadt Hamburg zu kreieren und eine uneinnehmbare Festung, Festungsstadt mit Hafen zu gründen. Das Versprechen der Religionsfreiheit sowie kostenlose Baugrundstücke und steuerliche Privilegien zogen die ersten Bewohner der neu gegründeten Stadt an. Obwohl sich die Stadt gut entwickelte, zeigte sich bald, dass der gewünschte Gegenpol zu Hamburg nicht erreicht wurde.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Einwohnerzahl von Glückstadt nahezu verdoppelt, vornehmlich durch den Zuzug von Flüchtlingen, in der Mehrzahl aus Ostpreußen. Seit 1956 ist Glückstadt Standort der Marine mit wechselnder Truppenstärke. Die berühmten Glückstädter Matjeswochen finden jährlich im Juni, seit 1968 statt.
Berühmte Bauwerke und Sehenswürdigkeiten
In einem der ältesten Bauwerke Glückstadts befindet sich das Detlefsen-Museum im Brockdorff-Palais. Hier werden Stadtgeschichte und die Lebensweisen aus drei Jahrhunderten dargestellt.
Das Rathaus von Glückstadt, erbaut im Stiel der Spätrenaissance steht seit 1642 an gleicher Stelle.
Insgesamt ist Glückstadt das Beispiel einer auf dem Reißbrett entstandenen Stadt, bei der großen Wert auf Erhaltung der historischen Bauwerke gelegt wird.
Infrastruktur und Einkaufsmöglichkeiten
Glückstadt verfügt über einen Bahnhof, zwei Buslinien, die dem innerstädtischen Verkehr dienen und ein regelmäßig nach Brunsbüttel verkehrender Schnellbus.
Die Autofähre nach Wischhafen hat überregionale Bedeutung, denn sie erspart etwa 150 Kilometer Autofahrt und befördert ca. 600.000 Kraftfahrzeuge jährlich. Eine Autobahnanbindung ist bis 2014 über die Autobahn 20 geplant. Aktuell verläuft die Autobahn 23 ca. 10- 15 km nordwestlich von Glückstadt. Durch die Stadt verläuft die Bundesstraße 431.
Unmittelbar an das Stadtzentrum im Nordwestend angrenzend befindet sich ein ausgedehnter Park. Auch die Deichanlagen, die diese Stadt umringen, laden zu Spaziergängen ein.
Eine der ältesten Schulen Schleswig-Holsteins, das Detlefsengymnasium, ist in Glückstadt beheimatet. Ebenfalls befinden sich in der Stadt eine Grundschule und eine neue Regionalschule.
Die üblichen Einkaufsmöglichkeiten für den täglichen Bedarf sind in Glückstadt vorhanden. Größere und spezielle Einkaufswünsche werden in den naheliegenden Großstädten erfüllt.
Insgesamt ist die Stadt auf Tourismus, der hier erfolgreich betrieben wird, ausgelegt.
Die traditionsreiche Matjesproduktion sowie die Matjeswochen haben Glücksstadt überregional bekannt gemacht.
