Itzehoe
Lage, Ort, Einwohner
Itzehoe, Kreisstadt des Kreises Steinburg, befindet sich im Südwesten Schleswig-Holsteins. Historisch besteht die Stadt aus der Altstadt, der Ausgangspunkt der Besiedlung und der Neustadt. Beide bilden die Innenstadt. Zusätzlich gehören zu Itzehoe Wellenkamp, Sude und Kratt, die 1911 als Stadtteile ein- bzw. umgemeindet wurden. Das ehemals eigenständige Dorf und der spätere Gutshof Pünstorf sowie Tegelhörn, Edendorf, Sude-West und Klosterforst sind ebenfalls Stadtteile von Itzehoe. Insgesamt besteht Itzehoe aus neun Stadtteilen.
Itzehoe liegt, idyllisch umgeben von Wäldern, direkt an der Stör, wobei sie bedingt durch die geografische Lage, idealer Ausgangspunkt zu den Großstädten Hamburg und Kiel ist.
Itzehoe nimmt eine Fläche von etwa 28 qkm ein, wobei etwas über 32.000 Einwohner hier heimisch sind, was eine Bevölkerungsdichte von 1.155 Bewohnern je qkm ausmacht.
Geschichte
Das genaue Gründungsdatum von Itzehoe ist zwar nicht bekannt, die erste urkundliche Erwähnung fand aber im 12. Jahrhundert statt.
Ein Zisterzienserkloster entstand hier 1256 mit eigener Gerichtsbarkeit. Es breitete sich am Nordwestrand der Stadt aus. Die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt wurde durch die Verleihung des Stapelrechts im Jahre 1260 entscheidend geprägt.
Durch die Besiedlung vieler Gewerbebetriebe im 19. Und 20. Jahrhundert erlangte die Stadt eine immer größere Bedeutung.
Nach dem Zweiten Weltkrieg erhöhte sich bedingt durch die Flüchtlinge und Heimatvertriebenen aus Pommern, Schlesien und Ostpreußen die Einwohnerzahl stark. Dies hatte eine bedeutende Wohnungsnot zur Folge, der nur zögerlich durch den Bau von Hochhäuser entgegengewirkt werden konnte.
Früher – nach dem Zweiten Weltkrieg – waren die Zementwerke und der Binnenhafen tragende Säulen der städtischen Wirtschaft. Dieses Gebiet ist nach Aufgabe der wirtschaftlichen Grundlagen der Stadt zunächst von Industrieruinen geprägt, die jedoch durch Sanierung zu Wohn- und Gewerbegebiete ausgebaut werden.
Bauwerke und Sehenswürdigkeiten
Itzehoe verfügt über mehrere erwähnenswerte Bauwerke und Sehenswürdigkeiten.
Ein Germanengrab aus der Bronzezeit, 1937 ausgegraben, befindet sich auf dem Galgenberg.
Die Überreste des Zementwerkes, damals der Alsen AG zugehörig, ist heute ein breites Betätigungsfeld für Graffitikünstler.
Das historische Rathaus ist zudem ein sehenswertes Gebäude der Stadt. Der älteste Teil datiert aus dem Jahre 1695. Auch die Reste des Zisterzienserklosters sind zu besichtigen. Nach den Wirren der Reformation wurde es ein adliges Damenstift unter dem Schutz der Schleswig-Holsteinischen Ritterschaft. Das Kreismuseum ist seit 1988 im ältesten Profanbau der Stadt, dem Prinzeßhof untergebracht. Errichtet wurde dieser Bau im 16. Jahrhundert. Die Stadtkirche St. Laurentii sollte auf dem Besichtigungsplan von Itzehoe ebenfalls nicht fehlen.
Infrastruktur und Einkaufsmöglichkeiten
Über die A23 ist Itzehoe an das Netz der Bundesautobahnen angeschlossen. Auch einen Bahnhof mit Intercityanschluss gibt es in der Stadt.
Außer fünf Grundschulen, drei Hauptschulen und zwei Realschulen werden Kinder und Jugendliche noch an drei Gymnasien unterrichtet. Weiterhin gibt es in Itzehoe mehrere private Bildungseinrichtungen und eine Volkshochschule.
Itzehoe hat sich zu einer zentralen Einkaufsstadt entwickelt. Hier gibt es eine Fußgängerzone mit Fachhändlern für verschiedene Branchen und in unterschiedlicher Größe. Außerdem finden sich in der Stadt zwei Baumärkte, mehrere Supermärkte und ein großer Elektrohändler.
Mehrere Unternehmen, beispielsweise der Axel Springer Verlag, die Itzehoer Versicherung oder der Gruner und Jahr Verlag sichern Arbe