Kellinghusen
Lage, Orte, Einwohner und Infrastruktur
Mit ungefähr 8.100 Einwohnern ist Kellinghusen eine Gemeinde mit vielen Möglichkeiten und Gegensätzen. Zahlreiche Feste, wie zum Beispiel das Geranienfest oder der Töpfermarkt locken zahlreiche Besucher an. Dabei hat die Fayencen-Tradition die Gemeinde als Keramikstadt bekannt gemacht. Besonders reizvoll ist die vielfältige Landschaft. Hier trifft der Marsch auf den Geesthang und geht alsdann in eine wunderschöne Wald- und Teichlandschaft über.
Kellinghusen liegt an der B206 nordöstlich von Itzehoe in der nähe von Bramstedt. Per Autobahn kann Kellinghusen über die A7, Ausfahrt Bramstedt erreicht werden und auch die A20 wird in Kürze angeschlossen.
Naherholung findet sich im Naturpark Aukrug mit seinen Wäldern, den Teichen und dem Moor. Zusammen mit dem Störtal ist es eine beliebte Ferienregion, nicht nur für die rund 8000 Einwohner.
Der Fluss Stör fließt durch Kellinghusen. Hier ist sogar noch ein Tidenhub von bis zu 1,50 Metern spürbar. Im Ortsteil Mühlenbeck mündet der gleichnamige Fluss in die Stör. Dort gibt es bis zu zweimal im Jahr Überflutungen, so dass mit Straßensperrungen zu rechnen ist.
Die Stör darf bis Kellinghusen mit dem Motorboot befahren werden. Oberhalb des Hafens ist es auch gar nicht mehr möglich, denn der Fluss gilt als sehr versandet.
Geschichte
Kellinghusen wurde um 1148 erstmals urkundlich erwähnt. Entstanden ist der Ort aber schon vor der Zeit Karls des Großen. Der Ortsname, im alten Original: „Thoto von Kerlegehuse“ bedeutet soviel wie „Mit Häusern bebauter Platz der Leute des Karl“. Dabei sind mit den Leuten des Karl jedoch keine Vasallen des Kaisers gemeint, sondern ein altnordisches Volk. Zeitweise war Kellinghusen Sitz des Goting, des holsteinischen Herrschers und somit von einer gewissen Bedeutung. Seinen Reichtum begründet Kellinghusen in seiner Handwerkerschaft wie in den Tonvorkommen. Bekannt wurde sie mit der Geschirrherstellung für die Dänen.
Bauwerke
Die Wahrzeichen Kellinghusens sind das Rathaus, die St. Cyriacus Kirche und der Luisenberger Turm. Jeder Besucher wird diese markanten Bauwerke sofort erkennen.
Die St. Cyriacus Kirche wurde 1154 von den Mönchen des Wippendorfers Klosters erbaut.
Das Rathaus hingegen finanzierten die Bürger von Kellinghusen 1907 selber. Historismus und Jugendstil geben sich hier die Hand. Besonders die großen Fenster des Treppenhauses fallen sofort ins Auge. Ihre traditionelle Bleiverglasung stellt Motive aus Handwerk, Handel und Landwirtschaft der Region dar. Die Fassade zieren die Wappen von Land und Stadt. Sicher wird sich der Betrachter schnell über das Landeswappen wundern. Hier wurde die heute nur noch selten zu findende traditionelle Darstellung gewählt.
Auf ihre Wahrzeichen sind die Bürger von Kellinghusen besonders stolz.
Einkaufs- und Shoppingmöglichkeiten, Kindergärten und Schulen, Parkanlagen
Kellinghusen ist eine kleine traditionelle Stadt in Schleswig Holstein und so ist die Nahversorgung durch die üblichen Märkte sichergestellt. Die Schule und Kindergärten gehen Hand in Hand und integrieren schon die Kleinsten in das Dorfleben, welches hier noch ganz traditionell gepflegt wird.
Kultur
Kellinghusen ist über seine Grenzen hinaus für sein Störturnier, ein internationales Tennisturnier der German Tennis Masters sowie dem Geranien und Töpfermarkt bekannt. Hier stellt sich das traditionelle Handwerk der Region zur Schau und feiert sich. Beide Veranstaltungen locken jedes Jahr immer wieder Zuschauer aus ganz Schleswig Holstein ins beschauliche Kellinghusen.
Land und Leute
In der recht ländlichen Gegend findet sich der typische Holsteiner Menschenschlag. Freundlich, ehrlich und arbeitsam. Aber gerade in den letzten Jahren entdecken auch immer mehr Menschen aus den Städten diese zauberhafte Region, die doch soviel Ruhe und Urwüchsigkeit ausstrahlt als Lebensraum.

