Bad Bramstedt
Lage, Orte, Einwohner und Infrastruktur
Bad Bramstedt liegt im Kreis Steinburg und ist als Moorheilbad weithin bekannt, besonders auch durch seine Rheumaklinik, die sich einen sehr guten Ruf in Deutschland erarbeitet hat. Der Ort nennt sich selbst im „Holsteiner Auenland“ liegend und beschreibt sich zudem mit den Worten: „Die grüne Mitte Holsteins erleben“ und „Bad Bramstedt. Bewegung und Balance.“ Sein Wahrzeichen ist der Bramstedter Roland.
Die Stadt hat eine Fläche von 24,14 km² und knapp 14 000 Einwohner bei 574 Einwohnern pro km² Bevölkerungsdichte. Sie liegt eingebettet zwischen einigen kleinen Orten wie Fuhlendorf, Hitzhusen, Bissenmoor, Klashorn, Großensaal, Bimöhlen und Gayen.
Nach Kiel sind es 49 km, nach Lübeck 54 km sowie nach Hamburg 42 km. Der Ort liegt am Ochsenweg und hat seinen Namen vom Fluss Bramau, zu dem sich die Osterau und die Hudau vereinigen. Außerdem führt durch die Stadt die 94 km lange Altona-Kieler Chaussee, die zwischen 1830 und 1832 gebaut wurde.
Die Verkehrsanbindungen sind gut erschlossen, bis zur BAB 7 sind es vom Zentrum aus 5 km, es gibt zwei Bahnhöfe, die Bahngesellschaft AKN (Altona-Kaltenkirchen-Neumünster) sorgt für eine gute Anbindung vor allem mit Neumünster und Hamburg. Zum Flughafen Fuhlsbüttel sind es etwa 43 km.
Geschichte
Bad Bramstedt wurde wahrscheinlich zwischen 300 und 600 nach Christus gegründet, ca. 1260 wurde die Maria-Magdalenen-Kirche am heutigen Standort errichtet. Der erste – hölzerne – Roland wurde 1532-1533 aufgestellt, nach ihm folgten mehrere, teilweise auch aus Stein, da die Wappenfiguren immer wieder entweder umkippten, abbrannten oder der Witterung zum Opfer fielen. 1681 wurde die Bestimmung des Ortes als Heilbad durch den Fund des „Gesundbrunnens“ durch einen Hütejungen begründet. Nachdem er mehrmals in Vergessenheit geriet, nutzte man den „Gesundbrunnen“ erst 1879 gewerblich und gründete 1929/1930 das Rheumaklinikum.
Architektur
Als wichtigste bauliche Sehenswürdigkeit gilt das Schloss von 1647, von dem heute nur noch das lange, aus Backstein gemauerte Torhaus mit der Rundbogendurchfahrt besteht. Ebenso sehenswert ist auch die Maria-Magdalenen-Kirche.
Kindergärten, Schulen und Kultur
In Bad Bramstedt befinden sich zahlreiche Kindergärten sowie eine Grundschule. Des Weiteren existiert eine Förderschule, ein Gymnasium sowie eine Gemeinschaftsschule, an der eine offene Ganztagsschule eingerichtet wurde. Für die Kinder und Jugendlichen wird ebenfalls mittels eines Jugendzentrums gesorgt.
Kulturell bietet sich den Einwohnern vor allem das Theater an. Das Stadtarchiv, die Stadtbücherei und die Volkshochschule runden das Angebot ab.
Arbeitsplätze und Einkaufsmöglichkeiten
Die meisten Arbeitsplätze werden durch die Kliniken und den Tourismus und die Naherholung gestellt. Weitere Wirtschaftsbereiche sind Lebensmittelproduktionen sowie Verarbeitung, Handel und Dienstleistungsgewerbe.
In der Stadt gibt es ein vielfältiges Angebot an Ladengeschäften, nicht nur in Sachen Mode, Möbel oder Elektronik, Baumarkt, Spielwaren oder Haushaltsartikel. Für den alltäglichen Einkauf sind ebenfalls zahlreiche Supermärkte vorhanden.