Hohenlockstedt

HohenlockstedtLage, Umgebung, Einwohner und Verkehrsanbindung

Zur Gemeinde Hohenlockstedt im Kreis Steinburg gehören die Ortsteile Lockstedter Lager, Ridders, Hohenfiert, Springhoe, Hungriger Wolf und Bücken. Alle Bereiche zusammen weisen eine Fläche von 45,6 km² auf und grenzen an den wunderschönen Naturpark Audorf. Der Ort hat gut 6000 Einwohner, auf einen km² wohnen 132 Menschen.

Geografisch gesehen liegt Hohenlockstedt 8 km nordöstlich von Itzehoe. Ungefähr 26 km weiter nordöstlich liegt Neumünster – an der BAB 7, die damit auch schnell zu erreichen ist. Der Ortsteil Hungriger Wolf hat seinen Namen von dem Umstand, dass in der riesigen Heide, die sich damals hier befand, selbst ein Wolf hungrig bleiben würde. Hungriger Wolf ist für die niedrigsten Winter-Temperaturen in Schleswig-Holstein bekannt.

Geschichte

Die ältesten Ortsangaben fand man vom Jahr 1210, als in der Lockstedter Heide eine Landesversammlung stattfand. Der Ortsteil Ridders wurde zum ersten Mal 1319 urkundlich erwähnt. Christian IV. traf hier 1625 vor dem Dreißigjährigen Krieg die Entscheidung über seine Truppen. 1626 sammelte er seine Soldaten nach der Schlacht bei Lutters wieder ein. Auch in den kommenden Jahrhunderten spielte der Ort bzw. einige Ortsteile als Truppenübungsplatz für die Dänen und die Preußen eine große Rolle.

Die Gemeinde wurde 1927 aus dem Gutsbezirk vom gleichnamigen Lockstedter Lager gegründet. Die auch heute noch freundschaftliche Verbindung der Finnen zu den Hohenlockstedtern entstand zur Zeit des 1. Weltkrieges, als die Russen den Finnen immer mehr Freiheiten nahmen und sie immer mehr einengten. Die Finnen flohen, teilweise über den gefrorenen Bottnischen Meerbusen und ließen sich in Hohenlockstedt als Soldaten ausbilden. Die Truppenübungsplätze von Hohenlockstedt wiesen zur Zeit des 1. Weltkrieges eine Größe auf, die mit der damaligen Einwohnerzahl der größeren Stadt Itzehoe vergleichbar war.

HohenlokstedtInfrastruktur und Einkaufsmöglichkeiten

Es gibt in der Kleinstadt Hohenlockstedt zwei Kindergärten- und Tagesstätten, eine Grundschule, eine Realschule mit Hauptschulanteil, eine Förderschule und ein Jugendzentrum für die Freizeitgestaltung der jungen Menschen.

Die Stadt ist mit Geschäften für den täglichen Bedarf und größere Anschaffungen in bis zu 25 km Entfernung gut versorgt.

Kultur und Arbeit

In Hohenlockstedt gibt es eine Reihe denkwürdiger Bauwerke, u. a. den Wasserturm mit Warnballon, gebaut 1900-1901, das Kommandanten-Haus (heute Rathaus), die Lager Uhr, das Finnische Denkmal und das Denkmal für Bismarck, Roon und Moltke, drei bekannte Militärkommandeure.

Die Arthur Boskamp Stiftung vom Pharmabetrieb Pohl-Boskamp setzt sich für zeitgenössische Kunst ein. Außerdem werden seit 1949 Feuerhand-Sturmlaternen in Hohenlockstedt gebaut.

Es gibt auch eine Reihe von Institutionen, Vereinen und Verbänden, die sich aktiv in das Gemeindeleben mit einbringen, zum Beispiel Erwachsenen- und Jugendfeuerwehr, die deutsch-finnische Gesellschaft, die Landfrauen, der Gewerbe- und Freizeitpark „Hungriger Wolf“, der Verein für Kultur und Geschichte, das Kino und die Volkshochschule.